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Landkreis Kusel

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Historisches

1348 wurde der Ort in der Grafschaft Veldenz erstmals urkundlich erwähnt, und der Name "Jettenbach" entstammt (natürlich) einem Bach, der durch ein mit Wiesenlolch (jetto) bewachsenes Tal fließt. Neben der Form Jettenbach erschien in der Vergangenheit auch die Form „Gettenbach“. Zum Nebeneinander von J-/G- vgl. die mundartliche Form gäten neben dem niederhochdeutschen jäten. U. a. kennen wir die folgenden früheren Namensformen: Jettenbach (1348), Gyttenbach (1377), Ober- und Niedergittenbach (1393), Gettenbach (1571), Göttenbach (1600), Jettenbach. (Vgl. Dolch/Greule 1991 S. 244)

Was viele nicht wissen: Neben Jettenbach existierte früher noch eine weitere Siedlung  Zeißweiler: Nach Ernst Christmann lag die Siedlung Zeißweiler im nördlichen Teil der Gemarkung am Fuße des Trautelsberges. Zeißweiler bildete den letzten Weilerort am Ende des Eßweiler Tales. Einziger namentlicher Beleg stammt aus dem Jahre 1432.

Wanderlustig

Bereits 1709 ist ein erster Auswanderer nach Amerika nachzuweisen. Ende des 18. Jhd. Auswanderung nach Südosteuropa, nach 1800 nach Polen und Bayern. Im 19. u. 20. Jahrhundert erfolgte phasenweise starker Wegzug nach den USA. Im 19.Jahrhundert setzte das Wandermusikantentum ein, das seinen Ursprung in den schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse hatte. Trotz der Auswanderungen war ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen, welches in letzter Zeit zum Stillstand gekommen ist. Die Wandermusikanten pflegten eigene Stammes- und Spracheigenschaften, eigenes Brauchtum und eigene Tracht. Die Musikantensprache war durch Wörter aus den unterschiedlichen Sprachen angereichert, die unsere Musikanten in den verschiedenen bereisten Ländern entlehnt hatten. (Quelle: www.regionalgeschichte.net)

 

Das Westpfälzer Wandermusikantentum war ein Wandergewerbe, das sich etwa ab 1830 in einem Teilgebiet der Westpfalz, das heute Musikantenland genannt wird, entwickelte. Die Blütezeit lag zwischen 1850 und dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit zogen mehrere tausend Musikanten durch die gesamte Welt und verdienten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. (Quelle: Wikipedia) Die Musikantentradition ist am Musikantenbrunnen am Eugen-Kleemann-Platz am sichtbarsten, dort steht das vom Kuseler Künstler Bernd Decker geschaffene Musikerpaar Karl Hauber und "Ottopatt" Otto Rheinheimer. Noch Ende der 1950er Jahre sei Karl Hauber in der Welt unterwegs gewesen. Jettenbacher Musiker zählten zu den Mitbegründern der Metropolitan Opera in New York.

Um die im 2. Weltkrieg verschwundenen Glocken zu erneuern, sammelten Alt-Jettenbacher in den USA Spenden. Zur Glockenweihe 1951 sei ein ganzer Bus voll aus Übersee angereist, davon berichten die Familienforscher Michael Cappel und Klaus Leonhard. Und das Band mit den Vereinigten Staaten besteht noch immer: Durch die Nähe zur Airbase Ramstein mieten rund 200 US-Amerikaner hier im Ort Wohnungen oder Häuser, und beim Brötchenkauf sind hier auch englischsprachige Begrüßungen und Bestellungen möglich. Eugen Kleemann, der 1924 in einem Haus in der Höhstraße aufwuchs und in die USA auswanderte, spendete einen Großteil seines Vermögens u.a. für die Dorferneuerung.

Der Ortskern bietet ca. 21 ha Wohnfläche, zudem gibt es die vier Aussiedlerhöfe Gangelborner Hof, Korbüscher Hof, Stennenhof und Röhlhof.

Die Gesamtfläche umfasst 1025 ha, davon sind 69 ha Siedlungs- und Verkehrsfläche, 593 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche und 332 ha Wald.

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